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Traumapädagogik im Alltag - Modul 1 bis 4

Mit Sandra Berger und Patrizia Zürcher

Kinder und Jugendliche im Alltag zu begleiten, welche seelische Verletzungen oder traumatische Erlebnisse in ihrer bisherigen Lebensgeschichte erfahren haben, stellen Pflegefamilien, Bezugs- und Betreuungspersonen vor besondere Herausforderungen. Betroffene Kinder und Jugendliche kommen vermehrt in schwierige Situationen und reagieren oft in unverständlichen Handlungsweisen, welche die Bezugs- und Betreuungspersonen überfordern und verunsichern. Dieses Scheitern der Betroffenen beeinflusst ihre weitere Entwicklung und es können erneut seelische Verletzungen entstehen. Diese nehmen abermals einen negativen Einfluss auf die Bindungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen. Betroffene Kinder und Jugendlichen benötigen eine besondere Förderung und Beziehungsangebote der Bezugs- und Betreuungspersonen.

Grundsätzlich zeigt sich, dass die bisherigen pädagogischen Ansätze weder den betroffenen Kindern und Jugendlichen noch den Pflegefamilien, Bezugs- und Betreuungspersonen gerecht werden.

Der Kurs „Traumapädagogik im Alltag“ soll Bezugs- und Betreuungspersonen, wie auch Kinder und Jugendliche befähigen, ein Verständnis für ihre Handlungsweisen zu entwickeln. Ein Ziel der Traumapädagogik ist es, nicht nur den Kindern und Jugendlichen ein Verständnis für ihr Verhalten in Bezug auf ihre Geschichte aufzuzeigen, sondern auch die Bezugs- und Betreuungspersonen aus der eigenen Ohnmacht und Überforderung in der täglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen heraus zu führen.

In diesem Kurs werden Haltungen und Methoden durch Theorie und konkrete Handlungsinputs vermittelt. Es wird praktisches Handwerkszeug für den Alltag geschaffen.

Der traumapädagogische Ansatz und deren Methoden unterstützen die Betroffenen in der Selbstbemächtigung und Stabilisierung und bilden eine Grundlage für den Bewältigungsprozess der seelischen Verletzungen und Traumatisierungen.

Der Kurs besteht aus 4 einzelnen Kurstagen. Die Inhalte der einzelnen Tage haben einen aufbauenden Charakter. Nebst theoretischen Ansätzen ist der Kurs geprägt von einem hohen Praxisbezug, Praxisbeispielen, Übungen und viel Austausch unter den Teilnehmenden.

Seminarleitung

Sandra Berger - Soz.Päd., Traumapädagogin und Pflegemutter tipiti

Patrizia Zürcher - Fachberaterin tipiti

Kurstermine

Tag 1: Samstag, 25.09.2021 von 09:00 – 12:00 / 13:00 – 17:00 Uhr

Inhalt:

  • Einführung in die Traumapädagogik
  • Das 3 gliedrige Gehirn
  • Förderung des Selbstverstehens, eigenes Erklärungsmodell
  • Trigger und Fallverstehen

Tag 2: Samstag, 06.11.2021 von 09:00 – 12:00 / 13:00 – 17:00 Uhr

Inhalt:

  • „Sicherer Ort“ aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen
  • Wiedergutmachung
  • Emotionen und deren Regulation
  • Selbstbemächtigung, 1. Hilfe im Notfallprogramm
  • Traumapädagogische Grundhaltung und das Kernstück der Traumapädagogik Teil 1
  • „Der gute Grund» und „Weil-Methode»

Tag 3: Samstag, 20.11.2021 von 09:00 – 12:00 / 13:00 – 17:00 Uhr

Inhalt:

  • Traumapädagogische Grundhaltung Teil 2
  • Resilienzförderung
  • Bedürfnisorientierung
  • Individualisierung im Umgang mit Regeln Bindung und Kommunikationsfallen

Tag 4: Samstag, 15.1.2022 von 09:00 – 12:00 / 13:00 – 17.00 Uhr

Inhalt:

  • Übertragung und Gegenübertragung im Bereich Emotionen
  • Beziehungen und innere Überzeugungen
  • Resilienz
  • Sekundäre Traumatisierung, Selbstfürsorge
  • Vorstellung einer praktischen Idee jedes Teilnehmers „Traumapädagogik im Alltag“

Seminarort

Kursort: bbzg Berufsbildungszentrum Goldau, Zaystrasse 44, 6410 Goldau SZ

Seminarkosten

Für Pflegeeltern von Netzwerk Familie kostenlos. Für Externe CHF 600.- pro Person.

Anmeldung

per E-Mail an info@netzwerkfamilie.ch

Anmeldefrist

Der Kursplatz wird nach Eingang der Anmeldung berücksichtigt. Pflegeeltern Netzwerk Familie bitte bis 29.03.2021, Externe bitte bis 31.05.2021 anmelden. Die Information, ob der Kurs durchgeführt wird, erfolgt bis 31.05.2021. Bei Fragen wenden Sie sich an Claudia Stamerra: 055 422 07 47.

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