Traumapädagogik im Alltag - Modul 1

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Traumapädagogik - Modul 1

Mit Sandra Berger und Patrizia Zürcher

 

Kinder und Jugendliche im Alltag zu begleiten, welche seelische Verletzungen oder traumatische Erlebnisse in ihrer bisherigen Lebensgeschichte erfahren haben, stellen Bezugs- und Betreuungs-personen vor besondere Herausforderungen. Betroffene Kinder und Jugendliche kommen vermehrt in schwierige Situationen und reagieren oft in unverständlichen Handlungsweisen, welche die Bezugs- und Betreuungspersonen überfordern und verunsichern. Dieses Scheitern der Betroffenen beeinflusst ihre weitere Entwicklung und es können erneut seelische Verletzungen entstehen. Diese nehmen abermals einen negativen Einfluss auf die Bindungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen. Betroffene Kinder und Jugendlichen benötigen eine besondere Förderung und Beziehungsangebote der Bezugs- und  Betreuungspersonen.

Grundsätzlich zeigt sich, dass die bisherigen pädagogischen Ansätze weder den betroffenen Kindern und Jugendlichen noch den Bezugs- und Betreuungs-personen gerecht werden.

Der Kurs „Traumapädagogik im Alltag“ soll Bezugs- und Betreuungspersonen, wie auch Kinder und Jugendliche befähigen, ein Verständnis für ihre Handlungsweisen zu entwickeln. Ein Ziel der Traumapädagogik ist es, nicht nur den Kindern und Jugendlichen ein Verständnis für ihr Verhalten in Bezug auf ihre Geschichte aufzuzeigen, sondern auch die Bezugs- und Betreuungspersonen aus der eigenen Ohnmacht und Überforderung in der täglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen zu führen.

In diesem Kurs werden Haltungen und Methoden, durch Theorie und konkrete Handlungsinputs vermittelt. Es wird praktisches Handwerkszeug für den Alltag geschaffen.

Der traumapädagogische Ansatz und deren Methoden unterstützen die Betroffenen in der Selbst-bemächtigung und Stabilisierung  und bilden eine Grundlage für den Bewältigungsprozess der seelischen Verletzungen und Traumatisierungen.

Empfohlene oder hilfreiche Literatur für den Kurs ist das Powerbook von Dr. Andreas Krüger.

Der Kurs besteht aus 3 Modulen mit je 3 Einheiten. Die Inhalte der einzelnen Module haben einen auf-bauenden Charakter.

Voraussetzung für die Teilnahme ist der 3-tägige Grundkurs „Traumapädagogik“ von Irmela Wiemann.

 

Seminarleitung

Sandra Berger - Soz.Päd., Traumapädagogin und Pflegemutter tipiti

Patrizia Zürcher - Fachberaterin tipiti und Mediatorin SDM-FSM

Kurstermine

 

- Modul 1: 17.05.2018 / 21.06.2018 / 23.08.2018 - jeweils von 18.00 bis 21.30 Uhr (inkl. Pausen und Snack)

  • 1. Abend: Einführung in die Traumapädagogig
  • 2. Abend: „Sicherer Ort“ aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen, Wiedergutmachung
  • 3. Abend: Emotionen und deren Regulation, Selbstbemächtigung, 1. Hilfe im Notfallprogramm

- Modul 2: 13.09.2018 / 08.11.2018 / 29.11.2018- jeweils von 18.00 Uhr bis 21.30 Uhr (inkl. Pausen und Snack)

  • 1. Abend: Traumapädagogische Grundhaltung, das Kernstück der Traumapädagogik Teil 1 "Der gute Grund" und „Weilfrage“ Methode
  • 2. Abend: Traumapädagogische Grundhaltung Teil 2 Resilienzförderung, Bedürfnisorientierung, Individualisierung im Umgang mit Regeln
  • 3. Abend: Bindung und Kommunikationsfalle

- Modul 3: 17.01.2019 / 21.02.2019 / 14.03.2019 - jeweils von 18.00 Uhr bis 21.30 Uhr (inkl. Pausen und Snack)

  • 1. Abend: Übertragung und Gegenübertragung im Bereich Emotionen, Beziehungen und innere Überzeugungen
  • 2. Abend: Sekundäre Traumatisierung, Selbstfürsorge
  • 3. Abend: Vorstellung einer praktischen Idee jedes Teilnehmers „Traumapädagogik im Alltag“ 

Seminarort

tipiti-Büro, Ulmenstrasse 2, 9470 Buchs SG

Seminarkosten

Alle 3 Module zusammen:  CHF 600.00 (inkl. Pausenverpflegungen)

Anmeldung

Per E-Mail an:

Susanne Dobler
susanne.dobler@tipiti.ch

071 911 94 80

Anmeldefrist

Der Kursplatz wird nach Eingang der Anmeldung berücksichtigt.

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